Geschichte
Aus der Chronik des Schützenvereins Rieste von 1919 e. V
Der gewählte Vorstand setzte sich aus folgenden Schützenbrüdern zusammen:
1. Vorsitzender: August Thesing
Stellvertreter: Fritz Große-Burlage
Schriftführer: Lehrer Ahrens
Stellvertreter: Gustav Revermann
Kassierer: Rudolf Eckelmann
Den ersten Platz zur Herrichtung eines Schießstandes stellte der Bauer Wulfert-Meyer zur Verfügung. Da sich dieser aber für den genannten Zweck nicht so recht eignete, bot der Bauer Caspar Hasekamp den "Hasekamps Boll" unentgeltlich als Platz an. Hier fand auch das erste Schießen statt.
Noch im gleichen Jahr fand unter reger Beteiligung der Bevölkerung auf dem "Rottbruch" das erste Schützenfest in Zelten statt. Die erste Königswürde errang Hermann Brockschmidt, der sich zur Königin Johanna Winkelmann aus Sögeln erwählte. 2 Trinkzelte und 1 Tanzzelt stellte der Verein. Als Eintrittspreise galten für schulpflichtige Kinder 50 Pfg; für Erwachsene 2,- Mark.
Im Jahre 1920 wurde eine Vereinsfahne angeschafft. Der Betrag hierfür, 1.800,- Mark, wurde vom Schützenbruder August Thesing vorgestreckt.
Mit dem 2. Schützenfest fand die Fahnenweihe statt, wozu mehrere Nachbarvereine eingeladen waren. Die Fahnenweihe und -nagelung wurde nach dem Festzug durch den damaligen Bürgermeister Otto Brackel vorgenommen.
Die einsetzende Geldentwertung (Inflation) machte eine Erhöhung des Jahresbeitrages auf 3 Mark, notwendig.
Zur Begrüßung der heimkehrenden Kriegsgefangenen wurden vom Verein am Bahnhof Kränze und ein Willkommensgruß angebracht. Mit der Gemeinde war der Verein stets bestens verbunden. Er nahm auch geschlossen mit Orden und Ehrenzeichen an der Denkmalsenthüllung teil.
In der gewohnten Weise wurden die Schützenfeste in den folgenden Jahren begangen. Die Beliebtheit dieser volkstümlichen Veranstaltung und die Beteiligung an ihr wuchsen von Jahr zu Jahr.
Eine Anekdote: Als im Jahre 1925 Schützenbruder Caspar Hasekamp die Königswürde errang hatte wohl sein Freund und Nachbar Fritz später "Opa Brandewiede" genannt, die hellste Freude daran. Er ließ es sich nicht nehmen, beim Festzug im schwarzen Anzug, ohne Sattel, als Kopfbedeckung einen Schlapphut, als Adjutant zu fungieren.
Im Jahre 1927 entschloss sich der Verein zum Kauf einer neuen Schützenkette für 142 Mark, die von der Firma Lampe, Alfhausen, geliefert wurde.
Im Jahre 1931 stiftete Majestät Wilhelm Niemann dem Verein eine Chronik, die aber in den Wirren der Kriegsjahre 1939-1945 verloren ging.
Der Beschluss, dass am Tage nach dem Schützenfest zum Frühschoppen angetreten werden soll, wurde 1933 in die Tat umgesetzt. Am Montagmorgen wurde SM Friedrich Bruns mit einem Wagen, auf dem eine Tonne stand, zum Frühschoppen abgeholt. Der festliche Umzug, mit der Majestät in der Tonne, wurde durch den ganzen "Diek" zum Festplatz geleitet.
Auf einer Versammlung der Schützenvereine des Südkreises bei Bohne in Bramsche wurde für das Jahr 1934 ein Meisterschaftsschießen angesetzt. Es wurde in Venne durchgeführt. Der Schützenverein Rieste ging als Sieger hervor. Aus diesem Anlass wurde natürlich im Jahre 1935 die Meisterschaft in Rieste ausgeschossen. Für diesen Zweck war ein neuer Schießstand notwendig. Er wurde auf dem Grundstück von Josef Stricker auf dem „Rott" aufgebaut. Am Gelingen dieses großen Vorhabens haben sich nachstehende Schützen besonders hervorgetan:
August Thesing, Heinz Kramer, Heinrich Bücker, Hermann Röwekamp und Alfred Spiering. Die Zuleitung zum Lichtnetz wurde vom Schützenbruder Ludwig Kanngießer in großzügiger Weise gespendet. Erstmalig 1936 wurde das Kinderschützenfest mit dem großen begangen.
In der Winterversammlung im Februar 1938 kam ein Abgeordneter Moos von der NSDAP, um diese zu leiten. Er hielt auch einen Vortrag über "Bildung der Schützenvereine im nationalistischen Sinne." Die Vereinsführung wurde neu gewählt bzw. bestimmt. 1. Vorsitzender wurde Ludwig Kanngießer. August Thesing und Rudolf Eckelmann wurden Ehrenmitglieder.
Mit dem Schützenfest 1939, Schützenkönig wurde Franz Walter, fand vorerst die traditionelle Volksfeier ihren Abschluss. Am 1.9.1939 begann der 2. Weltkrieg. Der Verein wurde während der folgenden Jahre nicht aufgelöst, er bestand weiter. Versammlungen wurden abgehalten, Beiträge und Sterbegelder kassiert; nur die festlichen Veranstaltungen fielen aus.
Das vereinseigene Festzelt wurde 1943 verkauft, da es langsam verfiel und die Lagermöglichkeiten fehlten.
Nach der bedingungslosen Kapitulation am 7.5.1945 wurde der Verein aufgelöst und verboten, denn das Wesen der Militärregierung gab den Anschein, dass man für alle Zeiten die Schützenvereine und den Schießsport überhaupt unterbinden wollte.
Der Schießstand selbst, der bis dahin noch in gutem Zustand war, wurde von der Gemeinde übernommen und für Flüchtlingswohnung hergerichtet. Fahne und Schützenkette waren von mutigen Händen vor dem Zugriff der Besatzungsmächte in Sicherheit gebracht worden.
Langsam änderte sich in den folgenden Jahren die politische Situation. Nach und nach wurde von der Militärregierung der Schießsport unter bestimmten Bedingungen, wenn auch nur mit Luftgewehren, geduldet.
Gegen Ende des Jahres 1949 ließen die Besatzungsmächte den Schießsport wieder zu. Durch Listen hat Schützenbruder August Thesing in der Gemeinde Rieste rundgefragt, ob Interesse am Aufleben des Vereins besteht. Um diese Zeit hat man sich mit dem Gedanken des Schießsports schon vielerorts befreundet. Auch in Rieste bestand reges Interesse.
In der ersten öffentlichen Versammlung im Jahre 1951 errichtet man den traditionsreichen Verein auf den alten und bewährten Fundamenten, gleichsam im neuen Gewande, wieder. Der neugewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: August Thesing Stellvertr.: Alfred Rüdiger
2. Vorsitzender: Franz Kramer Stellvertr.: Wilh. vor dem Berge
1. Kassierer: Friedrich Bruns 1. Vertreter: Karl vor dem Brocke
2. Vertreter: Erich Niemann
1. Schriftführer: Hermann Langkamp 2. Schriftf.: Ewald Kuhlmann
In der Vorstandssitzung am 19.6.1951, in der Wirtschaft Uhlenkamp, wurde beschlossen, daß das Schützenfest am 22.7.1951 gefeiert werden soll. Geschossen wird mit Luftgewehren auf Scheiben und Adler. Wegen der zentralen Lage wurde ab 1951 das Schützenfest im Garten von Berlemann-Brockschmidt durchgeführt. Der Verein hatte zu dieser Zeit 152 Mitglieder.
1952 wurde im Garten bei Berlemann-Brockschmidt ein überdachter Luftgewehrstand gebaut.
Im Jahre 1954 wurde durch einen Brand in der Gastwirtschaft Bücker-Kuhlmann die wertvolle Vereinsfahne ein Raub der Flammen. Der Vorstand wurde beauftragt, eine neue Fahne anzuschaffen. Als finanziellen Grundstock hierfür ließ man eine Sammelliste umlaufen, die einen beachtlichen Betrag einbrachte. Der Rest wurde aus der Vereinskasse bezahlt. Für Fahne, Fahnenband, Trauerflor und Fahnenstock waren DM 1.000,- aufzubringen.
Weitere Unkosten forderte im gleichen Jahr der Bau eines neuen Kleinkaliberschießstandes.
Am 18.7.1954 konnte der Verein sein 35. Jubiläumsfest begehen. Am gleichen Tag fand auch die Fahnenweihe statt.
1955 wurde das Kinderschützenfest wieder vom Hauptfest getrennt. Es war am 8. 5. und das Hauptfest am 17. 7. Es wurden erstmalig Geldpreise in Höhe von DM 800,- ausgesetzt. In diesem Jahr stiftete Erich Niemann, nachdem er die Königswürde errungen hatte, dem Verein eine neue, sehr schöne Chronik.
Vom Jahre 1956 ab wurde das Schützenfest erstmalig an 2 darauffolgenden Tagen begangen.
Am 7. November 1956 traf den Verein der schwerste Schlag nach dem Kriege. Er verlor durch einen tragischen Unglücksfall seinen langjährigen 1. Vorsitzenden und Gründer des Vereins, August Thesing, im 70. Lebensjahr.
Auf der Generalversammlung am 14. April 1957 wurde Karl vor dem Brocke zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Im Jahre 1958 wurden auf Vorschlag des Vorstandsmitgliedes Gustav Beckermann Schützenröcke angeschafft. Für jeden Rock wurde ein Zuschuss von DM 10,- DM aus der Vereinskasse gezahlt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 191 Mitglieder.
Das Schützenfest am 19. und 20.7.1959 hatte erstmalig eine Bereicherung durch Mädchengruppen und Fahrabteilungen auf buntgeschmückten Rädern erfahren. Die Gruppen stellten die beiden Schulen. Erstmalig wurde dieses Schützenfest in einem Farbfilm festgehalten, was in den folgenden Jahren wiederholt wurde.
Im Frühjahr 1960 wurde die Schießhalle renoviert. An beiden Längsseiten wurden massive Mauern gezogen, die Schießhalle um 3 Meter verlängert und die Decken hochgezogen. Die Einweihung feierte der Verein mit Musik und Tanz beim Vereinswirt Berlemann Brockschmidt.
Zum Schützenfest 1961 fährt Schützenbruder Erich Niemann zum 30. Mal den Königswagen.
In 1962 wurde erstmals zwischen Sögeln und Rieste der Freundschaftspokal ausgeschossen. Er wird abwechselnd in Rieste und Sögeln ausgeschossen. Im ersten Jahr errang unsere Schießmannschaft den Pokal bei gleicher Ringzahl; die Anzahl der geschossenen Zehnen war entscheidend.
Im Jahre 1966 wurde der Verein beim Amtsgericht Bramsche als "eingetragener Verein" angemeldet.
Der Freundschaftspokal zwischen Rieste und Sögeln ging nach 3 maligem Gewinn (1964/65/66) in den Verein Rieste über.
Auf der Generalversammlung am 21. 5. 1967 wurde beschlossen, daß am Schützenfest Männer der Wach- und Schließgesellschaft als Kassierer eingesetzt werden sollen.
Im Jahre 1969 feierte der Verein sein 50jähriges Bestehen. Zur Vorbereitung des Jubelschützenfestes und der Erarbeitung einer Festschrift traf sich der Vorstand monatlich einmal bei Kramer auf Lage.
Am Abend vor dem Jubelschützenfest fand ein Kommers statt. Vertreter der Institutionen und Abordnungen der Vereine hatten sich eingefunden. Außerdem waren alle Exmajestäten der verflossenen Jahre erschienen, die als Geschenk einen vergoldeten Königspokal stifteten. Am Fuße des Pokals waren die Namen sämtlicher Exkönige eingraviert. Für die Verdienste im Schützenverein während der über 30jährigen Tätigkeit im Vorstand wurden die Schützenbrüder Fritz Bruns und Hermann Langkamp durch Überreichung eines Standbildes geehrt. Sämtliche Exmajestäten erhielten vom Verein eine goldene Krone als Anstecknadel überreicht.
Zum Festzug waren 27 Vereine auf der Wiese bei Stientker im Vogelpool angetreten. 3 Spielmannszüge und 3 Musikzüge konnte der Verein verpflichten. 3 Zelte hatte der Verein aufstellen lassen.
Auf der Generalversammlung am 13. 6. 1970 erklärte der 1. Schriftführer Hermann Langkamp seinen Rücktritt. Er war seit 1938 1. Schriftführer. Als sein Nachfolger wurde Eberhard Mally gewählt.
1971 wurden angeschafft:
1 Luftgewehr
1 Pokalschrank
1 Gewehrschrank
Das Amt des Sportleiters wurde Bernhard Langkamp übertragen, da er für dieses Amt die erforderliche Sportleiterprüfung abgelegt hatte. 1972 hat Erich Niemann die Königskutsche verkauft. Niemann erklärte sich aber bereit, weiterhin für das Schützenfest eine Kutsche zu besorgen. Die Mitglieder des Hofstaates müssen mit dem PKW fahren. Auf der GV am 2. 6.1973 stellte Wilhelm vor dem Berge seinen Posten als 2. Vorsitzender zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Mühlfeld.
Kassierer Fritz Bruns stiftete 1975 eine Scheibentransportanlage.
Die Vorstandswahl 1976 ergab diverse Veränderungen. Wolfgang Mühlfeld stellte den 2. Vorsitz wieder zur Verfügung. Erich Niemann wurde sein Nachfolger. Aus Altersgründen stellten der 1. Vorsitzende Karl vor dem Brocke und der 1. Kassierer Fritz Bruns ihre Ämter zur Verfügung. Nachfolger für vor dem Brocke wurde Hubert Böning und für Fritz Bruns wählt die Versammlung Bernhard Langkamp. Beide zurückgetretenen Vorstandsmitglieder wurden wegen ihrer langjährigen Tätigkeit im Vorstand zu Ehrenvorstandsmitgliedern gewählt.
Das Jubiläumsjahr 1979 - 60jähriges Bestehen - wurde am Samstag vor dem Schützenfest mit einem Kommers gefeiert. Zu diesem Kommers wurden alle Schützenbrüder, die 50 Jahre und länger Mitglied des Schützenvereins Rieste waren, mit der goldenen Ehrennadel und alle Mitglieder mit 25jähriger Vereinszugehörigkeit mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.
Auf der GV 1980 wurde Rita Bußmann zur stellvertr. 2. Vorsitzenden gewählt. Diese Position war bislang nicht besetzt. Durch diese Wahl sollte die Damenschießmannschaft auch im Vorstand vertreten sein. 1981 gab der 1. Vorsitzende Hubert Böning seinen Rücktritt bekannt. Er war 5 Jahre Präsident. Als sein Nachfolger wurde Heinz-Dieter Bußmann von der Versammlung zum neuen Vorsitzenden einstimmig gewählt. Hubert Böning wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Am 28. 6. 1981 wurde unsere Schützin Ingrid Chlodnicki Kreisschützenkönigin. Das Kreisschützenfest fand in Schleptrup statt. Es war das erste Mal, daß eine Kreisschützenkönigin ausgeschossen wurde. Hemann Brandewiede stellte seinen Posten als Kommandeur des Schützenvereins Rieste nach 30 Jahren zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Armin Trigloff. Der 2. Vorsitzende Erich Niemann hatte ebenfalls seinen Rücktritt erklärt.
Auf der GV 1982 gab Hubert Böning seinen 2. Vorsitz wieder ab. Bernhard Kreutzmann wurde sein Nachfolger.
Zum Schützenfest 1982 kam erstmals der in Eigenleistung gebaute Hofstaatwagen zum Einsatz. Damit hatte die Autokarawane, die sonst der Hofstaat bildete, ein Ende.
Ein neuer Abschnitt in der Vereinsgeschichte wird seit 1986 geschrieben. Der Vorstand bemühte sich schon jahrelang darum, etwas Eigenes aufzubauen. Leider blieb der Erfolg aus. Im August 1986 bot sich dem Verein die Möglichkeit, das Anwesen "Besenbinderhof" von der Erbengemeinschaft Hasemann käuflich zu erwerben. Zähe Verhandlungen waren notwendig, um zu einem für beide Seiten akzeptablen Ergebnis zu kommen.
Das Verhandlungsergebnis wurde den Mitgliedern auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. 10. 1986 vorgestellt. Zu dieser Versammlung waren 79 Mitglieder erschienen. Nach einer längeren Aussprache wurde abgestimmt. Das Ergebnis war wie folgt:
73 für Kauf
6 Enthaltungen
0 Gegenstimmen
Der Kaufvertrag wurde am 13.11.1986 vor dem Notar Böckmann geschlossen. Der Kaufpreis beträgt TDM 140,- zuzüglich Erschließungskosten und Kanalbaubeiträgen.
Nachdem die Umschreibung erfolgt war, wurde der erste Arbeitseinsatz auf dem neuen eigenen Gelände auf den 16. 5. 1987 festgelegt. Um einen Teil der Kosten zu decken, wurde bei den Mitgliedern eine Spendensammlung durchgeführt. Zunächst galt es, im ersten Bauabschnitt die Wohnung im Gebäude zur Vermietung herzurichten. Sie war zum 1. 9. 1987 fertig. Die weiteren Arbeiten, und hier speziell am Schießstand, gingen zügig voran. Am 26. 4. 1988 konnten wir bereits Richtfest für den Schießstand feiern. Die Schützendamen hatten den Richtkranz gebunden. Das erste Schützenfest auf dem neuen Schützenhof konnte 1988 gefeiert werden. Das Antreten zum Umzug erfolgte jetzt bei der Schule. Von der Bevölkerung wurde die neue Anlage mit viel Lob bedacht, und es wurde immer wieder zum Ausdruck gebracht, daß die Entscheidung für den Kauf eine richtige war.
Auf der GV am 19. 5. 1989 wurde Hernann Hasemann zum Ehrenmitglied des Schützenvereins Rieste ernannt. Er erhielt aus der Hand des Präsidenten Bußmann eine Urkunde. Hasemann wurde den anwesenden Mitgliedern als der Mann vorgestellt, der uns den Kauf des "Besenbinderhofs" – jetzt "Schützenhof" - ermöglicht hat. Es war die erste Generalversammlung in den neuen Räumen des Schützenhofes. Vom 26. 6. - 7. 7. 1989 fand ein Pokalschießen zur Schießstandeinweihung statt. 36 Pokale wurden gestiftet.
In einer kleinen Feierstunde fand die Weihe des Schießstandes am 8. 7. 1989 statt.
Der 9. 7. 1989 stand im Zeichen des "Tages der offenen Tür". Bei Kaffee und Kuchen konnte sich die Bevölkerung ein Bild von der neuen Anlage machen. Am 15. 7. 1989 fand abends der Kommers statt. Eingeladen waren die örtlichen Vereine und Institutionen, sowie die Schützenvereine des Südkreises und befreundete andere Schützenvereine.
Herbert Biestmann-Kotte stiftete aus Anlass der Einweihung einen besonderen Pokal. Es soll der „Karl vor dem Brocke - Gedächtnispokal" sein. Er soll dem langjährigen Präsidenten des Schützenvereins Rieste ein bleibendes Andenken sein. Der Pokal soll einmal im Jahr unter den Riester Vereinen ausgeschossen werden.
Beim Frühjahrssturm im Februar 1990 wurde auch der Schützenhof heimgesucht. Zahlreiche Platten vom Dach über der Wohnung waren weggerissen. Eine dicke Buche vom Gut war auf den Schießstand gefallen und hatte das Dach durchschlagen.
Am 1. Ostertag 1990 fand erstmals ein Osterfeuer auf dem Schützenhof statt. Zum Schützenfest 1990 wurde durch Eigenleistung der Schützenhof gepflastert.
Schützenbruder Hermann Bruns erhielt auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises "Bramgau" die Ehrennadel des OSG. Er ist seit vielen Jahren für das Festhalten der Aktivitäten zum Schützenfest im Film zuständig.
Im Frühjahr 1990 war unser Schützenhof eine Baustelle. Bis zum Schützenfest im Juli musste die Pflasterung des Schützenhofes fertig sein. Viele fleißige Hände waren jeden Samstag im Einsatz.
Am 15. 7. und 16. 7. 1990 feierten wir dann unser Schützenfest. Besucher, Schausteller und Festwirt waren von den neuen Platzverhältnissen angetan.
Der Schießstand wurde am 23. 3. 1991 durch einen Arbeitseinsatz verputzt. Für die Begrünung des Schützenhofes hatten wir einen Zuschuss erhalten. Für den Zuschuss haben wir Gehölze und Sträucher gekauft, die im Arbeitseinsatz gepflanzt wurden.
Am 1. Ostertag wurde wieder ein Osterfeuer abgebrannt. Viele Besucher hatten den Weg zum Schützenhof gefunden. Speisen und Getränke wurden angeboten.
In der Zeit vom 12. 6. - 20. 6. 1991 wurde erstmals der von Herbert Biestmann-Kotte gestiftete "Karl-vor-dem-Brocke-Gedächtnispokal" unter den Riester Vereinen ausgeschossen. Die Kolpingsfamilie Lage Rieste wurde mit 235 Ringen Sieger.
Am 20.3.1992 fand erstmals im Schützenhof ein Preisdoppelkopfturnier statt. Die Beteiligung war gut.
Für das Wochenende zum 1. Advent hat der Schützenverein den Schützenplatz für den erstmals in Rieste durchgeführten Weihnachtsmarkt zur Verfügung gestellt.
Auf der Jahreshauptversammlung "Bramgau" am 12. 3. 1993 erhielt Udo Miedek die Ehrennadel des OSG für seine Verdienste im Schießsport des Schützenvereins Rieste. Ein Doppelkopf-Turnier veranstalteten wir am 19. 3. 1993. Alle Tische waren besetzt. Das Turnier fand guten Zuspruch. Die Jahreshauptversammlung unseres Vereins war am 1. 4. 1993. Der Besuch war wieder nur mäßig. Die Vorstandswahl ergab eine Veränderung. Der stellv. Kassenwart Rudolf Bücker wurde durch Monika Keßling ersetzt.
Am Kreisschützenfest in Kalkriese am 23. 5. 1993 nahm eine größere Abordnung unseres Vereins teil.
Das Schützenfest feierten wir am 18. 7. und 19. 7. 1993. Auf Eintritt hat der Verein auch in diesem Jahr verzichtet.
Mit dem Königsschuß hat unser Präsident Heinz-Dieter Bußmann die Weichen für das Jubiläumsjahr 1994 gestellt. Vor 25 Jahren - zum 50. Bestehen des Schützenvereins Rieste - hatte der damalige Präsident Karl vor dem Brocke ebenfalls die Königswürde errungen. Gegen Ende des Jahres begannen im Vorstand die Beratungen und Besprechungen über Art und Festfolge des kommenden 75jährigen Jubelfestes im Jahre 1994. (um)1994 In monatelanger Arbeit erstellte der Vorstand anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums eine Chronik. Auf der Mitgliederversammlung des Schützenkreises Bramgau wurde Klaus-Bernd Clodnicki für sein Engagement im Schützenwesen die „Ehrennadel des OSG“ verliehen. Vom 16.05. – 20.05.94 fand ein Jubiläumspokalschießen statt. Dazu wurden sämtliche Vereine des Schützenkreises Bramgau und die Schützenvereine der angrenzenden Gemeinden geladen. Das Jubelschützenfest begann am Samstag, den 16.07.94 mit einem Kommers. Die geladenen örtlichen Vereine und auswärtigen Schützenvereine überbrachten Glückwünsche und Geschenke. Ehrungen für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Rieste schlossen sich an. Dies waren die ersten Ehrungen in der Vereinsgeschichte. Besondere Ehrungen erhielten: Walter Richtering, obwohl er nicht Mitglied im Schützenverein war, aber seit Jahren den Kinderhofstaat fuhr.
Reinhold Brockschmidt, für seine Treue zum Riester Schützenverein. Schon sein Vater beschickte unser Schützenfest mit einem Dampfkarussell. Die Kolpingskapelle Damme, die dieses Jahr zum zwanzigsten Mal das Riester Schützenfest begleitete.
Vom Präsidenten des Schützenkreises Bramgau Heinrich Burghard erhielt unser Präsident Heinz-Dieter Bußmann die „Silberne Verdienstnadel des OSG“. Gegen 22.00 Uhr wurde der Kommers im Zelt beendet. Die Zuschauer begaben sich nach draußen und erwarteten den „Großen Zapfenstreich “. Aus der Ferne erklang die Marschmusik und der Schein der Fackeln wurde sichtbar. Mitwirkende waren: Der Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr Laer / Westfalen, die Kolpingskapelle Schwagsdorf und das Blasorchester VFL Handrup, Ehrenformation und Fackelträger des Schützenvereins Rieste und der Feuerwehr Rieste.
Am 17.07. trafen sich die geladenen Schützenvereine bei der Schule und marschierten geschlossen in Richtung Festplatz.
Schützenkönig: Ingo Solinski, Königin Ehefrau Renate.
Kinderschützenkönig: Tobias Bergmann, Königin Birgit Kreutzmann.
Klotzkönig: Heinz-Dieter Bußmann.
In der Zeit vom 28.11.94 bis zum 03.12.94 wurde das Dach des Schützenhofes erneuert.
1995
Für ihre Verdienste im Riester Schützenwesen erhielten auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau Elfriede Nitsch die „Ehrennadel des OSG“; Bernhard Langenkamp, Eberhard Mally, Adolf Wittefeld und Rudolf Eckelmann die „Ehrennadel des Schützenkreis Bramgau“.
Auf der General- versammlung am 24.03. stellte Maria Kreutzmann ihren Posten als Damenschieß- sportleiterin zur Verfügung. Margret Kramer wurde vorgeschlagen und gewählt. Schießsportleiter Berthold Kreutzmann bat um Entlastung durch die Wahl weiterer Schießsportwarte. Rainer Eckelmann, Udo Miedek und Bernard Stuckenberg wurden vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Alle drei gehörten seitdem dem Vorstand an. Ein Highlight des diesjährigen Schützenfests war das Kaiserschießen. Dazu waren alle Schützenkönige ab 1951 geladen. Geschossen wurde mit der Armbrust auf eine Ehrenscheibe. Den Kaisertitel holte sich Axel Thye. Schützenkönig: Stefan Buck, Königin Silke Ludwig.
Kinderschützenkönig: Kevin Buttmann, Königin Sarah Buttmann.
Klotzkönig: Thomas Törner.
1996
Am 15.03. erhielt Gerd Mast auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreis Bramgau die „Ehrennadel des OSG“.
Am 30.03. wurde Daniel Stuckenberg auf dem Kreiskönigsball im Bramscher Schießsportzentrum für seine hervorragenden Leistungen im Schießsport zum „Sportler des Jahres“
geehrt.
Die Trockenmauer entlang des Schießstands wurde in Kooperation mit dem Grundstücksnachbarn Meyer wieder neu hergerichtet.
Auf dem Kreis- schützenfest am 02.06. in Achmer stellte unser Präsident Heinz Dieter Bußmann sein Können unter Beweis. Er holte sich den Titel „Kreisschützen- könig 1996“. Ende Juni wurde eine neue Schießanlage der Firma Meyton eingebaut. Das Ergebnis wird per Computer ermittelt. Ergebnisse können mit Kommawertung angezeigt werden. Ebenso ist es möglich, auf der gleichen Anlage unterschiedliche Disziplinen zu schießen.
Auch auf dem Schützenfest erhielt Daniel Stuckenberg Lob und Anerkennung. Bürgermeisters Anton Harms zeichnete ihn für seine hervorragenden Leistungen im Schießsport aus.
Schützenkönig: Dieter Westerkamp, Königin Ehefrau Margit.
Kinderschützenkönig: Stefan Evers-Westendorf, Königin Julia Engel.
Klotzkönig: Carsten Simons.
1997
Am 25.02. kam es zu einem Sturmschaden. Eine Buche kippte auf den Schießstand und beschädigte ein Teil des Daches. Durch raschen und unermüdlichen Einsatz einiger Mitglieder wurde der Schaden schnell behoben.
Auf der Generalversammlung am 21.03. standen unter anderem Vorstandswahlen an. Schießsportleiter Berthold Kreutzmann und stellv. Kassiererin Monika Keßling stellten ihre Posten zur Verfügung. Als Schießsportleiter wurde Bernard Stuckenberg und als stellv. Kassiererin Elsbeth Herms vorgeschlagen. Beide wurden einstimmig gewählt.
Der Kommandeur muss bei vielen Anlässen präsent sein und ist für deren Ablauf mitverantwortlich. Daher wurde auch er in den Vorstand gewählt.
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau erhielt Johannes Ter Heide die „Ehrennadel des OSG“. Er hatte bei der Dachsanierung von Anfang bis Ende tatkräftig mitgewirkt.
Schützenkönig: Andreas Thiemann, Königin Ehefrau Maike.
Kinderschützenkönig: Andre Stuckenberg, Königin Janine Thesing.
Klotzkönig: Ingo Solinski.
1998
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau am 13.03. erhielt Lothar Luttmer die „Ehrennadel des OSG“. Er hatte sich an zahlreichen Arbeitseinsätzen beteiligt und sein landwirtschaftliches Gerät zur Verfügung gestellt.
Pünktlich zum Schützenfest wurde eine neue Königskette angeschafft. An dieser sollen die Königsplaketten ab 1998 angebracht werden.
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Schützenhofs fand am Schützen-Montag ein Seniorenkaffee mit Unterhaltungsprogramm statt. Dazu waren alle Riester Bürger ab 60 Jahre herzlichst eingeladen. Den älteren Bürgern sollte somit die Möglichkeit gegeben werden, den Umzug aus nächster Nähe anzusehen. Dazu marschierte der Umzug durch das Festzelt.
Schützenkönig: Carsten Simons, Königin Silke Langenkamp.
Kinderschützenkönig: Andre Stuckenberg, Königin Anke Goda.
Klotzkönig: Hendrik von Höne
1999
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau am 12.03. erhielt Margret Kramer für ihre Verdienste im Schützenwesen die „Ehrennadel des OSG“.
Unter Leitung von Dieter Stetefeld und Rainer Eckelmann wurde 1992 die PUGG ( Pistolen- und Gewehrgemeinschaft ) gegründet. Sie trainierten die Schüler- und Jugendmannschaften der Schützenvereine Rieste und Sögeln. Dieter trainiert noch heute die Gewehrschützen.
Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass unsere Nachwuchsschützen Daniel Stuckenberg, Kai Stuckenberg und Marcel Globisch schon mehrfach an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen konnten. Für eine weitere, optimale Zusammenarbeit wurde er auf der Generalversammlung in den Vorstand gewählt.
Im April feierte die Damenmannschaft ihr 20-jähriges Bestehen.
Über einen Generationswechsel hin beschickte Reinhold Brockschmidt das Riester Schützenfest mit Schießbude und Karussell. Aus Altersgründen stellt Reinhold Brockschmidt seinen Betrieb ein. Er war dies Jahr zum letzten Mal dabei.
Auf Grund der erfolgreichen Teilnahme am letzten Bramgau-Pokalschießen qualifizierten sich die Riester Schützen als neuer Ausrichter. Der Bramgau-Pokal wurde in der Zeit vom 12.11. bis 14.11. auf den Schützenhof ausgeschossen.
Schützenkönig: Markus Ter Heide, Königin Marina Bohmann.
Kinderschützenkönig: Michael Bußmann, Königin Lena Keßling.
Klotzkönig: Nils Fessel.
2000
Unter dem Motto „ Verdiente Bürger“ wurde Anne Wernke am 30.01. für ihre Leistungen im Schießsport von der Gemeinde Rieste geehrt.
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau erhielten für ihre Verdienste im Vorstand und dem allgemeinen Schützenwesen Berthold Kreutzmann und Armin Trigloff die „Ehrennadel des Schützenkreises Bramgau“; Bernhard Langenkamp, Eberhard Mally, Adolf Wittefeld und Rudolf Eckelmann erhielten die „Silberne Verdienstnadel des Schützenkreises Bramgau “.
Im Sportpistolenschießen belegten die Schützen Rainer Eckelmann, Udo Miedek,
Heinz-Dieter Bußmann und Uwe Hildebrand bei den Rundenwettkämpfen den zweiten Platz.
Mit dieser Leistung stiegen sie in die Landesliga auf.
Schützenkönig: Heinrich Hermes, Königin Ehefrau Annegret.
Kinderschützenkönig: Niklas Torbecke, Königin Elsa Christ.
Klotzkönig: Ralf Torbecke.
Im September konnte ein weiterer Raum des Schützenhofes ausgebaut werden. Ein Bürger der Gemeinde spendete eine Einbauküche.
Ab Mitte September wurde das Garagengebäude renoviert, u.a. das Dach komplett erneuert.
2001
Als verdienter Bürger wurde Bernhard Langkamp für seine unermüdliche Arbeit im Schützenwesen, insbesondere für seinen Einsatz beim Aufbau des Schützenhofes, von der Gemeinde Rieste geehrt.
Im Januar und Februar wurde der Gastraum renoviert, u.a. eine neue Theke eingebaut.
Kommandeur Armin Trigloff, Jugendtrainer Dieter Stetefeld und Schießwart Berthold Kreutzmann stellten ihre Vorstandsposten zur Verfügung. Dieter Stetefeld trainiert aber weiterhin die Jugendmannschaften.
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau am 23.03. erhielt Uwe Hildebrand die „Ehrennadel des OSG“.
Reinhold Weiken übernahm kommissarisch das Amt des Kommandeurs.
Schützenkönig: Wilhelm Schulze, Königin Ehefrau Gertrud.
Kinderkönig: Frank Lindemann, Königin Caroline Teske.
Klotzkönig: Jürgen Langenkamp.
2002
Auf der Generalversammlung am 14.03. wurde Monika Teske zur stellv. Kassiererin gewählt.
Ebenfalls wurden der Kommandeur Reinhold Weiken und die Fahnenträger Hermann Torbecke, Thomas Thye, Stefan Jandreysiak und Bernard Böning in ihren Ämtern bestätigt.
Im Mai wurden Kompanien gegründet. Somit setzt sich der Schützenverein jetzt aus der bereits vorhandenen Damenkompanie und den neu gegründeten Kompanien Dorf, Hammer-Rott und Diek zusammen. Auf den ersten Kompanieversammlungen im Juni wurden die Kompanieführer Uwe Hildebrand, Thomas Thye und Andreas Thiemann gewählt.
Anfang Juli fand die erste Uniformbörse statt. Hier konnten alle Mitglieder ihre Uniformen zum Verkauf oder Tausch anbieten.
Der Schützenplatz war durch einen Dauerregen völlig aufgeweicht. Durch das Befahren der schweren Fahrzeuge der Schausteller bzw. des Zeltaufbaus wurde der Platz extrem matschig und somit nicht mehr begehbar. Um dennoch den Platz nutzen zu können, wurde er komplett mit Schredder abgedeckt. Das Schützenfest war gerettet.
Schützenkönig: Marcel Riepe, Königin Pamela Ilic.
Kinderschützenkönig: Jonas Wessel, Königin Marina Torbecke.
Klotzkönig: Axel Simons.
2003
Auf der Jahreshauptversammlung des Schützenkreises Bramgau erhielt August Bollmann für seine tatkräftige Unterstützung bei Renovierungsarbeiten die „Ehrennadel des OSG“.
